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Bühlertal (red) – Wiederum erfolgreich nahm Bühlertal in diesem Jahr am Ortsverschönerungswettbewerb teil.
Die vielfältigen
Bemühungen in der Gemeinde, insbesondere im Bereich Tourismus und dem
Ausbau der Infrastruktur, wurden in einer Feierstunde honoriert. An einem äußerst
heißen Julitag hatte die Jury Bühlertal in Augenschein genommen und
zusammen mit Forbach-Bermersbach und Weisenbach zu den schönsten Gemeinden
im Landkreis gekürt. Vergangene Woche nahm Eberhard Heutle stellvertretend
für die Gemeinde die Urkunde und das Preisgeld von 300 Euro bei der
Preisverleihung im Rastatter Rossi-Haus entgegen. Bereits zum vierten Mal
in Folge wurde der Luftkurort als Touristik- und Wohngemeinde mit dem
ersten Platz ausgezeichnet.
18 Gemeinden hatten sich in diesem Jahr an dem Wettbewerb „Unser Dorf soll
schöner werden, unser Dorf hat Zukunft“ beteiligt. Die elfköpfige Jury,
der unter anderem der erste Landesbeamte Rüdiger Braun und
Kreisfachberater Uwe Kimberger angehören, hatten es bei der Wahl der
schönsten Gemeinden nicht einfach. Umso genauer wurde auch hinter die
Kulissen geschaut und eine Bewertung nach dem Kriterienkatalog des Landes
durchgeführt. Wer bei dem Wettbewerb punkten will, muss nicht nur optisch
auffallen, sondern vor allem auch im gesellschaftspolitischen und
strukturellen Bereich Akzente setzen. Beurteilt wurden deshalb unter
anderem auch die Entwicklungsziele der Gemeinde und Initiativen zur
Förderung der Infrastruktur und Wirtschaft. Damit verbunden ist die
Gestaltung und Entwicklung von Gebäuden und Einrichtungen. Weiteres
Augenmerk gilt dem sozialen und kulturellen Leben sowie der Einbindung der
Gemeinde in die Landschaft. Punkte gab es zudem für den ursprünglichen
Kern des Wettbewerbes, die Grüngestaltung und Pflege von Grünanlagen und
Natur.
Beeindruckt zeigte sich die Jury bei ihrem Besuch in Bühlertal vor allem
von den Aktivitäten und Maßnahmen im Bereich des Tourismus. Als
Portalgemeinde des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord hat die Gemeinde in
jüngster Vergangenheit einige Projekte angestoßen und in Planung, die von
der Jury als innovativ bewertet wurden. Erleben können Touristen wie
Naturfreunde die Reize der Gemeinde beim Wandern auf dem
Gertelbach-Rundweg oder beim Mountainbiken auf der neu ausgeschilderten
Mountainbike-Strecke.
Als Glanzstück bezeichnete die Kommission die
Geiserschmiede in ihrem Prüfungsbericht. Die Wechselausstellungen, aber vor
allem auch der Erlebnischarakter des Museums, das komplett ehrenamtlich
betreut wird, wurde in der Beurteilung besonders hervorgehoben.
Großes Lob
erfuhr die Gemeinde vor allem für die Erweiterung des bisherigen
Tourismus- und Arbeitsplatzkonzeptes um das Mindestflurkonzept. Von den
430 Hektar Mindestflur werden in Bühlertal 320 Hektar gepflegt. Dabei will
die Gemeinde in den kommenden zehn Jahren über zehn Hektar als Weidefläche
nutzen, um Tieren und Pflanzen einen Lebensraum zu bieten. Damit schlägt
die Gemeinde gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Zum einen kann mit
der Weidetierhaltung ein Beitrag zur Landschaftspflege geleistet werden
und zum anderen stellen die Tiere auch eine weitere Attraktion für
Bewohner und Touristen dar.
Stolz dürfe die Gemeinde zudem auf das Baugebiet Breitfeld mit
ÖPNV-Anbindung sein, das von der Jury als „musterhaftes Projekt“ bewertet
wurde. Angenehm überrascht war die Jury des Weiteren über das umfangreiche
soziale Angebot für alle Altersgruppen. Bei der Rundfahrt durch die
Gemeinde konnte sich die Jury unter anderem ein Bild von Einrichtungen wie
dem Seniorenzentrum, Haus des Gastes aber auch dem neuen Spielplatz im
Breitfeld machen sowie über den Beginn des Baus der Sporthalle auf dem
Mittelberg.
Bei der Preisverleihung betonte Landrat Dr. Werner Hudelmaier die
Bedeutung des Wettbewerbs, der insbesondere die notwendige
gesellschaftspolitische und strukturelle Neuorientierung in den Gemeinden
unterstützen und zur Verbesserung der Lebensverhältnisse in den ländlichen
Räumen beitragen will. Jeder einzelne Bürger sei aufgerufen, sich für
seinen Wohnort zu engagieren. Auch der erneute Bühlertäler Erfolg ist auf
den Einsatz und das Bemühen vieler Personen, Vereinen und Einrichtungen
zurückzuführen, urteilt Bürgermeister Jürgen Bäuerle. Sein Dank gilt daher
allen, die ehren- oder hauptamtlich für Bühlertal wirken und zur
Fortentwicklung der Gemeinde beitragen.
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