Donnerstag, 18. November  2004

Luftkurort heimst weiteren Erfolg im Ortsverschönerungswettbewerb ein / Jury lobt innovative Projekte

Bühlertal zum vierten Mal in Folge auf Platz eins



 

  Übergabe der Urkunden im Rossi-Haus in Rastatt
Übergabe der Urkunden
im Rossi-Haus in Rastatt

  Bühlertal (red) – Wiederum erfolgreich nahm Bühlertal in diesem Jahr am Ortsverschönerungswettbewerb teil. Die vielfältigen Bemühungen in der Gemeinde, insbesondere im Bereich Tourismus und dem Ausbau der Infrastruktur, wurden in einer Feierstunde honoriert. An einem äußerst heißen Julitag hatte die Jury Bühlertal in Augenschein genommen und zusammen mit Forbach-Bermersbach und Weisenbach zu den schönsten Gemeinden im Landkreis gekürt. Vergangene Woche nahm Eberhard Heutle stellvertretend für die Gemeinde die Urkunde und das Preisgeld von 300 Euro bei der Preisverleihung im Rastatter Rossi-Haus entgegen. Bereits zum vierten Mal in Folge wurde der Luftkurort als Touristik- und Wohngemeinde mit dem ersten Platz ausgezeichnet.
18 Gemeinden hatten sich in diesem Jahr an dem Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden, unser Dorf hat Zukunft“ beteiligt. Die elfköpfige Jury, der unter anderem der erste Landesbeamte Rüdiger Braun und Kreisfachberater Uwe Kimberger angehören, hatten es bei der Wahl der schönsten Gemeinden nicht einfach. Umso genauer wurde auch hinter die Kulissen geschaut und eine Bewertung nach dem Kriterienkatalog des Landes durchgeführt. Wer bei dem Wettbewerb punkten will, muss nicht nur optisch auffallen, sondern vor allem auch im gesellschaftspolitischen und strukturellen Bereich Akzente setzen. Beurteilt wurden deshalb unter anderem auch die Entwicklungsziele der Gemeinde und Initiativen zur Förderung der Infrastruktur und Wirtschaft. Damit verbunden ist die Gestaltung und Entwicklung von Gebäuden und Einrichtungen. Weiteres Augenmerk gilt dem sozialen und kulturellen Leben sowie der Einbindung der Gemeinde in die Landschaft. Punkte gab es zudem für den ursprünglichen Kern des Wettbewerbes, die Grüngestaltung und Pflege von Grünanlagen und Natur.
Beeindruckt zeigte sich die Jury bei ihrem Besuch in Bühlertal vor allem von den Aktivitäten und Maßnahmen im Bereich des Tourismus. Als Portalgemeinde des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord hat die Gemeinde in jüngster Vergangenheit einige Projekte angestoßen und in Planung, die von der Jury als innovativ bewertet wurden. Erleben können Touristen wie Naturfreunde die Reize der Gemeinde beim Wandern auf dem Gertelbach-Rundweg oder beim Mountainbiken auf der neu ausgeschilderten Mountainbike-Strecke.
Als Glanzstück bezeichnete die Kommission die Geiserschmiede in ihrem Prüfungsbericht. Die Wechselausstellungen, aber vor allem auch der Erlebnischarakter des Museums, das komplett ehrenamtlich betreut wird, wurde in der Beurteilung besonders hervorgehoben.
Großes Lob erfuhr die Gemeinde vor allem für die Erweiterung des bisherigen Tourismus- und Arbeitsplatzkonzeptes um das Mindestflurkonzept. Von den 430 Hektar Mindestflur werden in Bühlertal 320 Hektar gepflegt. Dabei will die Gemeinde in den kommenden zehn Jahren über zehn Hektar als Weidefläche nutzen, um Tieren und Pflanzen einen Lebensraum zu bieten. Damit schlägt die Gemeinde gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Zum einen kann mit der Weidetierhaltung ein Beitrag zur Landschaftspflege geleistet werden und zum anderen stellen die Tiere auch eine weitere Attraktion für Bewohner und Touristen dar.
Stolz dürfe die Gemeinde zudem auf das Baugebiet Breitfeld mit ÖPNV-Anbindung sein, das von der Jury als „musterhaftes Projekt“ bewertet wurde. Angenehm überrascht war die Jury des Weiteren über das umfangreiche soziale Angebot für alle Altersgruppen. Bei der Rundfahrt durch die Gemeinde konnte sich die Jury unter anderem ein Bild von Einrichtungen wie dem Seniorenzentrum, Haus des Gastes aber auch dem neuen Spielplatz im Breitfeld machen sowie über den Beginn des Baus der Sporthalle auf dem Mittelberg.
Bei der Preisverleihung betonte Landrat Dr. Werner Hudelmaier die Bedeutung des Wettbewerbs, der insbesondere die notwendige gesellschaftspolitische und strukturelle Neuorientierung in den Gemeinden unterstützen und zur Verbesserung der Lebensverhältnisse in den ländlichen Räumen beitragen will. Jeder einzelne Bürger sei aufgerufen, sich für seinen Wohnort zu engagieren. Auch der erneute Bühlertäler Erfolg ist auf den Einsatz und das Bemühen vieler Personen, Vereinen und Einrichtungen zurückzuführen, urteilt Bürgermeister Jürgen Bäuerle. Sein Dank gilt daher allen, die ehren- oder hauptamtlich für Bühlertal wirken und zur Fortentwicklung der Gemeinde beitragen.
 
 
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