Montag, 27. September 2004

Josef Nöltner führte in der Geiserschmiede sein Handwerk vor

Faszinierende Schmiedekunst

Von Roland Huck
 

  Regionale Handwerkskunst beim Regionaltag
Regionale Handwerkskunst
beim Regionaltag:
Josef Nöltner demonstrierte
in der Geiserschmiede,
welche Fertigkeiten
ein Schmied besitzt.


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  Bühlertal - Unter den wuchtigen Hammerschlägen nimmt das eiserne Kunstwerk langsam Gestalt an. Ein kleiner Stierkopf mit Ohren, Mund, Nase und Hörnern ist im Entstehen. Die Zuschauer sind beeindruckt: Nur wenige können sich der Faszination, die vom glühenden Eisen ausgeht, entziehen. Schon seit 34 Jahren übt Kunstschmiedemeister Josef Nöltner aus Müllenbach seinen Beruf aus. Beim Regionaltag erläuterte er den Besuchern der Geiserschmiede in Bühlertal, wie einst Hufeisen, Halterungen für Balken beim Hausbau oder auch Hacken für Kuhfuhrwerke hergestellt wurden.
Die Geiserschmiede, eines der wenigen erhaltenen Gebäude dieser art, wurde liebevoll von engagierten Bürgern unter Mithilfe der Gemeinde restauriert. Eingerichtet mit den Werkzeugen und Utensilien aus vergangenen Zeiten und nicht zuletzt mit einem Wasserrad sowie riemenbetriebener "Inneneinrichtung", erinnert es an eine alte Handwerkskunst, die heutzutage kaum noch wahrgenommen wird.
"Die althergebrachte Schmiedekunst wird von immer weniger Handwerkern ausgeübt", informierte Nöltner. Früher dagegen war der Schmied einer der wichtigsten Berufe in einem Ort. Umso aufmerksamer verfolgten die Zuschauer die Präsentation. Zu einem erfolgreichen Bearbeiten der eisernen Gegenstände gehört nicht nur das Wissen um die richtige Bearbeitung, sondern auch eine Glut, die an diesem regnerischen kühlen Tag für eine angenehme Wärme in der Geiserschmiede sorgte.
Am Nachmittag standen noch eine Brennvorführung in der museumseigenen Brennküche sowie Informationen rund um die Bienen im Blickpunkt. Während sich die erwachsenen vornehmlich für die Entstehung der leckeren Tropfen interessierten, durften die Kinder vieles über die Honigherstellung und den Imkerberuf erfahren.
 
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