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Unter Schmieden versteht man vereinfacht ausgedrückt,
das Umformen von Metallen zu Gebrauchsgegenständen durch Hämmern im warmen und weichen Zustand.
Dabei macht sich der Schmied zu nutze, dass Schmiedestahl sein Gefüge verändert und weich wird, sobald er erhitzt wird.
Der Schmied bringt den Stahl auf eine Temperatur zwischen 800°C und 1200°C.
Die Temperatur des Materials erkennt der Schmied an dessen Glühfarbe. Bei 800°C
glüht er dunkelrot, bei 1250°C weißgelb. Nach dem Erhitzen kann der Schmied das
Material am Amboss oder am Hammerwerk plastisch bearbeiten. Wenn die
Temperatur des Materials beim Bearbeiten unter 800°C fällt, wird es spröde und
reißt. Um dies zu vermeiden, muss der Schmied das Material noch einmal erhitzen,
um weitere Arbeitsschritte vorzunehmen. Doch bei jedem Erhitzen verliert das
Eisen an Qualität. Je weniger der Schmied Aufheizen muss, desto besser
ist es für das Material.
Die
Grundverfahren der Eisenbearbeitung werden in die Bereiche Umformen, Trennen
und Verbinden eingeteilt. Es gibt ein paar Schmiedetechniken, die der
Schmied öfter verwendet:
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Stauchen Eine Vergrößerung des Querschnitts der
Werkstücke erfolgt durch das Stauchen. Dazu wird das glühende
Werkstück durch Hammerschläge in Richtung der Längsachse
zusammengepresst. Die Länge nimmt ab, das Werkstück wird dicker.
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Strecken Beim Strecken erzeugt der Schmied durch Hämmern des Werkstücks eine Verringern des Querschnitts und damit ein Dehnen des Materials.
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Lochen Werkstücke locht der Schmied mit dem
Durchschlag. Die Form des gewünschten Lochquerschnittes wird
durch die Form des Durchschlags bestimmt. Gelocht wird über dem
Ambossloch oder auf der Lochplatte. Auf das Werkstück wird der
Durchschlag gesetzt, den der Zuschläger so weit eintreibt, bis
sich das Loch auf der gegenüber liegenden Seite abzeichnet.
Danach wird das Werkstück gewendet und durchgestoßen. Mit dem
Treiber oder am Ambosshorn wird das Loch bis zur gewünschten
Größe geweitet. Weil sich beim Lochen mit dem Durchschlag der
Faserverlauf des Eisens um das Loch legt und so der
Beanspruchung des Werkstücks folgt, verbessert sich, im
Gegensatz zum Bohren, dessen Güte.
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Abschroten Da die zum Schmieden notwendige
Werkstoffmenge nur annähernd bestimmt werden kann, macht der
Schmied Sicherheitszuschläge. Der überschüssige Werkstoff am
fertigen Schmiedestück muss daher wieder abgetrennt werden, was
als Abschroten bezeichnet wird.
Das Abschroten geschieht mit dem Abschrot und dem Schrothammer. Der Abschrot ist ein Werkzeug,
das die Form eines Meisels hat, dessen Schneide nach oben
gerichtet ist und deshalb auch Schrotmeisel genannt wird.
Beim
Arbeiten mit dem Abschrot ist eine zweite Arbeitskraft nötig.
Der Abschrot wird in das Ambossloch gesteckt. Der Schmied legt
das glühende Werkstück auf den Abschrot, hält es mit der Zange
fest und setzt den Schrothammer darauf. Der Zuschläger schlägt
mit dem Vorschlaghammer so lange zu, bis das überschüssige Eisen
am Werkstück abgetrennt ist. |
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