Die ganze
Original- einrichtung eines Sensenwerkes fand hier einen
wirkungs- vollen Platz: Hämmer, Öfen, Werkzeuge und Maschinen. Der
Museumsbesucher vollzieht beim Rund- gang nach, wie in 30
Arbeitsschritten aus einem kleinen Stahl- stück eine elastisch
schwingende Sense wird.
Karst (Karscht)
Verwendung: Wird bei der Kartoffel- und Tobinambur-Ernte verwendet.
Die drei Zinken sollen das Zerteilen oder Beschädigen der Knolle
verhindern. Auch zur Bodenbearbeitung, insbesondere auf steinigen
Böden und zur Unterbringung von Dung im Weinberg.
Wiesenbeil / Doppellangblatthacke / Grabaxt
Verwendung: Kombigerät das zum einen dem Ausheben von Gräben zur Be-
oder Entwässerung von Wiesen oder zur Ableitung von Regenwasser an
Straßen und Wegen und zum anderen dem Abhauen und Zerteilen der
Grasnarbe diente. Mit der an der Grabaxt angebrachten Haue wurde das
Material aus dem Graben gehoben. Auf dem Acker wurde mit der Grabaxt
das Grundstückende abgekantet, wenn Gras in die Ackerfurche
gewachsen war.
Letzhau
Verwendung: Dient dem Umdrehen (letzen) des Ackerbodens und ersetzte
den Pflug an den Stellen, wo das Ackergelände zu steil oder zu
schmal war.
Stockhau
Verwendung: Zum Ausgraben von alten Reben und Baumstümpfen.
Gartenhacke / Häule
Verwendung: Kleine Hacke, die überwiegend zum Entfernen von
Unkräutern zwischen Pflanzreihen wie bei Erdbeeren und Gelberüben dient.