Adenauer macht Urlaub in Bühlertal

Deutlich wird in der Ortsgeschichte der Wandel Bühlertals vom landwirtschaftlich geprägten Dorf zum Tourismusort. Nach schweren Kriegsjahren wächst in den Zeiten des Wirtschaftswunders der deutsche Wohlstand wieder. Man denkt nun auch wieder an Urlaub und Erholung und nicht nur mehr an Wiederaufbau.

Bühlertal profitiert von dieser Entwicklung. Der Tourismus entwickelt sich in der Talgemeinde zu einem nicht mehr wegzudenkendem Wirtschaftsfaktor, mit stetig steigenden Übernachtungszahlen. 1972 wird der Gemeinde Bühlertal zunächst das Prädikat „staatlich anerkannter Erholungsort“ und später „Luftkurort“ verliehen.


Vor allem das Höhengebiet entwickelte sich zu einem Erholungsgebiet ersten Ranges. Theodor Heuss, Erich Ollenhauer und Carlo Schmid, Gustav Stresemann und Gustaf Gründgens fühlten sich dort „in einem Tag durch Wald, Luft und Blick wie gesundgebadet“.
Auch der erste Kanzler der Bundesrepublik Deutschland Konrad Adenauer wusste die Lage und Luft hier zu schätzen und kam gerne in das Bühlertäler Höhengebiet, um sich vom Politikstress zu erholen.
Adenauer war nicht der einzige Bundeskanzler, der sich zur Entspannung die Bühlerhöhe verschrieb. Aber er blieb der Einzige, der das gesamte Kabinett nachkommen ließ. Der Besuch machte Furore, fortan gab sich die internationale Prominenz auf der Bühlerhöhe ein Stelldichein.

 


Bundeskanzler Adenauer beim sonntäglichen Besuch der Plättig-Kapelle




Zeitungsbericht vom Kanzlerbesuch 1953
 




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