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25. Juni 2004 bis 31. März 2005

Die Ausstellung „Die Hacke – Geschichte und Gebrauch eines alten Werkzeugs“ zeigt die Herstellung und Verwendung eines der ältesten Arbeitsgeräte vor der Hintergrund der Kultur und Geologie des jeweiligen Herkunftsgebietes.

Die Ausstellung basiert auf
der privaten Sammlung von Franco Mastrovita aus Vincenza in Italien. Einem Fan alter Schmiedekunst und leidenschaftlicher Sammler von Hacken.

1997 begann der Italiener die kleinen, eisernen landwirtschaftlichen Arbeits-
geräte, insbesondere die Hacken zu erforschen. Er sammelte zahlreiche verschiedene Formen und bestimmte jeweils das geographische Verbreitungs-
gebiet und deren Verwendungszweck, vor allem in der italienischen Provinz Vicenza.

Seine Untersuchungen dokumentieren das durch die jeweilige Herstellungsmethode und die Bodenbeschaffenheit bedingte Aussehen der Geräte.

Nebenbei versuchte er herauszufinden, was von den einst zahlreichen Fabrikati-
onsbetrieben in seiner Heimatregion übrig geblieben ist und konservierte durch selbstgebaute Modelle die Technik der alten Hammerschmieden.

Die Hacke ist eines der ältesten Werk-
zeuge, das bereits in der Bibel erwähnt wird. Franco Mastrovita gestaltete dazu Adam und Eva als Eisendrahtskulpturen neben einer Vielzahl italienischer Hacken.
In einer Glasvitrine weisen zwei alte, aufgeblätterte Bibeln auf die Ursprünge hin. Spätestens hier wird deutlich, dass der Italiener nicht nur Künstler und Sammler, sondern ein echtes Allround-Talent ist. In seiner Heimat hat er zahl-
reiche Interviews mit alten Schmiede-
meistern geführt, sie bei ihrer Arbeit beobachtet und vieles auch im Film festgehalten. Diese beeindruckenden Dokumentaraufnahmen, die besonders geschichtswissenschaftlich interessant sind, wurden in die Ausstellung hervor-
ragend integriert. Um das Videogerät wurde eine kleine Werkstatt installiert.

Unterschiedliche Hacken und ihr individueller Einsatz, je nach Topografie und Bodenbeschaffenheit, präsentieren sich dem Besucher in einem zweiten Raum.
Fotos, die Menschen bei der Feldarbeit zeigen, und in der Geiserschmiede hergestellte Hacken verdeutlichen, wie beschwerlich die Arbeit auf dem Acker und dem Weinberg war. Auch hier setzen Mastrovitas Skulpturen besondere atmosphärische Akzente.

Ausstellungsplakat



Hammerschmiedemodell von Franco Mastrovita



Arbeitsgerät für die ganze Familie



Feldarbeit im Bühler Tal



Blick in die Ausstellung

Die Ausstellung schließt mit der Betrachtung moderner Hacken, wie sie in Baumärkten angeboten werden. Die Ausstellung verdeutlicht am Beispiel eines einfachen Werkzeuges somit auch den Wandel der Lebens- und Arbeitsbedingungen über viele Jahrhunderte.
 
  Blick in die Ausstellung


Mehr Informationen zu
Franco Mastrovita


Pressemeldung und Bilder
von der Eröffnung
 
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