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Silvesterprogramm 2009
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Lustige Runden trafen sich in
der Schnapsbrennküche
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Sowohl die Esse in der Schmiedewerkstatt als auch der
Brennkessel in der Schnapsbrennküche waren bereits angeheizt,
als die ersten Besucher kurz vor 10 Uhr in das Museum
Geiserschmiede in Bühlertal kamen. Die Tourist-Information
bietet jedes Jahr an den weihnachtlichen Festtagen und zum
Jahreswechsel ein reichhaltiges touristisches Programm von
Wanderungen über Besichtigungen und Ausflugsfahrten bis zu
festlichen Konzerten an.
Seit mehreren Jahren bereits, ist das Museum Geiserschmiede
fester Bestandteil dieses Programms. Und dass dieser
Programmpunkt bei den Gästen gut ankommt, zeigte sich einmal
mehr am vergangenen Mittwoch. Museumsleiter Patrick Götz und
sein Helferteam waren auf die Besucher bestens vorbereitet.
Museumsschmied Albert Braun zeigte die Tätigkeiten eines
Dorfschmieds. Auch Kunstschmiedemeister Josef Nöltner und zwei
Nachwuchsschmiede gesellten sich hinzu und sorgten so für
emsige Betriebsamkeit in der restaurierten Hammerschmiede des
19. Jahrhunderts. Museumsbesucher brachten gar von zu Hause
ihre alten Werkzeuge mit und machten sie mit Zange und Hammer
quasi als Showprogramm vor Livepublikum wieder einsatzbereit. |
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Dichtegedrängt standen die Gäste zeitweise in der
Schnapsbrennküche bei Siegfried Kunzelmann. Richtig gut
gelaunte Menschen trafen dort zu lustigen Runden zusammen. Quer
durch die Republik von Raum Brandenburg über Niedersachsen bis
in die Rheinland–Pfälzische Landeshauptstadt Mainz und in den
Hochschwarzwald reichten die Heimatorte. Freche Berliner
Schnauze, sächsisches Idiom und der badische Dialekt der
Museumshelfer ergaben eine interessante Mischung mit teils
lautstarken Diskussionen. Nur bei der Verkostung des echten
Bühlertaler Zwetschgenwassers waren sich alle einig: Das was in
der alten Brennereianlage aus den 1930-Jahren entsteht, kann
sich sehen bzw. trinken lassen. So ganz nebenbei erfuhr man
etwas über die Tradition des Schnapsbrennens in der Ortenau.
Dass das – meist schwarz gebrannte – Obstwasser in schlechten
Zeiten gar zur heimlichen Währung aufstieg, wollten einige
Besucher in Zeiten der Wirtschaftskrise als Anregung zum
eigenen Tätigwerden verstanden wissen.
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Zahlreiche der rund einhundert Besucher, die in der etwas mehr
als zweistündigen Öffnungszeit die Geiserschmiede besichtigten,
waren voll des Lobes und bestätigten einen gelungenen
Programmpunkt. Dies konnte auch Tino Rettig vom Verkehrsverein
nur bestätigen. Die Reaktion der Gäste zeige, dass man auf dem
richtigen Weg sei.
Auch wenn der Kamin der Brennhütte noch weiter rauchte,
um die restlich Maische noch zu destillieren, konnte
Museumsleiter Patrick Götz, nachdem die Besucherschar wieder
abgezogen war, die Museumstüren wieder abschließen. Und zwar
mit der Gewissheit, dass das Museum Geiserschmiede ein Kleinod
mit ganz besonderem Flair ist. Und das nicht zuletzt durch das
enorme Engagement des Helferteams. |
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