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Startseite > aktuell > Vertreter der California Blacksmith Association zu Besuch
  

Das Deutsche Generalkonsulat in San Fransisco hatte sich Anfang August an das Museum Geiserschmiede gewandt und um Unterstützung gebeten. Die California Blacksmith Association (CBA), die  Kalifornische Schmiedevereinigung, sei an Namen, Anschriften und Kontaktinformationen zu Museen in Deutschland mit Schmiedeausstellungen interessiert. Die Kalifornische Schmiedevereinigung arbeite derzeit an einem Projekt, das Schmiede- und Metallverarbeitungsmuseen in Deutschland Frankreich, Italien, Österreich und Osteuropa dokumentiere. Gerne halfen wir weiter und waren sehr erfreut, als sich kurz darauf der Schatzmeister der CBA Lowell Chaput meldete und mitteilte, er würde gerne mit seiner Frau bei seiner Rundreise durch Europa auch das Museum Geiserschmiede besuchen, um es in einer Art Reiseführer für andere Schmiedeinteressierte in Kalifornien und dem übrigen Amerika vorstellen zu können. Ziel sei es, Erfahrungen zu teilen und Details zur Verfügung zu stellen, die für andere notwendig sind, um auch von der Arbeit der europäischen Schmiede lernen zu können.

Die CBA ist eine gemeinnützige Organisation deren Hauptziel es ist, das Bewusstsein für die alte Handwerkskunst des Schmieds zu schärfen. Die Mitglieder erstrecken sich im Fähigkeitsniveau vom Anfänger bis zum Schmiedemeister. In Wochenendworkshops werden Handgriffe und Tricks weitergegeben.
Linda und Lowell Chaput mit Museumsleiter Patrick Götz



Lowell Chaput und Josef Nöltner



Lowell Chaput und Josef Nöltner



Schlosserei Nöltner in Eisental

Vergangenen Mittwoch hatten nun Lowell und Linda Chaput bei schönsten Herbstwetter die Geiserschmiede in Bühlertal besucht. Museumsleiter Patrick Götz hatte die beiden in ihrem Hotel in Baden-Baden abgeholt und nach Bühlertal gebracht. Dort hatten Siegmar Kunz, Heribert Schwab und Siegfried Kunzelmann bereits die Esse angeheizt. Kunstschmiedemeister Josef Nöltner erwartete die amerikanischen Gäste, um ihnen Eindrücke aus seinen handwerklichen Fähigkeiten zu demonstrieren.

Zunächst sah alles nur nach einen rotglühenden Vierkantstab aus. Unter wuchtigen Hammerschlägen nahm das eiserne Kunstwerk allerdings langsam Gestalt an. Ein kleiner Stierkopf mit Ohren, Mund, Nase und Hörnern war im Entstehen. Die Zuschauer sind beeindruckt: Vor allem weil der Tierkopf komplett aus einen Stück ausgeschmiedet wurde.

Mit einer Fahrt durch die Rebhänge - in denen die Weinlese in vollen Gange war - ging es weiter nach Bühl-Eisental in die Schlosserei von Josef Nöltner. Lowell und Linda Chaput wollten sehen, wie in einem deutschen, noch handwerklich geprägten Metallverarbeitungsbetrieb gearbeitet wird. Erstaunt waren sie hier über die breite Palette der angebotenen Arbeiten, von architektonisch anspruchsvollen Treppen über Balkongeländer und Gartenzäunen bis hin zu künstlerischen Skulpturen sowie Transport- und Lagerboxen für Zubehörteile der Mercedes-Benz A- und B-Klasse des DaimlerChrysler Werkes Rastatt

Mit zahlreichen Fotos und Notizen im Gepäck setzten die Gäste ihre Reise in Richtung Deutsches Schmiedemuseum im westfälischen Freilichtmuseum Hagen fort. Weitere Stationen der Europareise sind u.a. Museen in Wien und Paris.
 
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